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Stadtratkanditaten im Kreuzverhör

Vor dem Waldhaus Laufenburg fand ein Podium zu den Stadtratswahlen statt.

Vor dem Waldhaus Laufenburg fand ein Podium zu den Stadtratswahlen statt.

Bild: Soraya Sägesser

«Man muss der Verwaltung mehr auf die Finger schauen»: So schlagen sich die acht Stadtratskandidaten im Kreuzverhör

Am 28. September wählt Laufenburg einen neuen Stadtrat für die Amtsperiode 2026 bis 2029. Gut einen Monat vor der Wahl stellen sich die acht Kandidaten den Gewerbevertretern vor – und wollen mit ihren Argumenten überzeugen.

Wenn sich Politiker mit Vertretern aus dem Gewerbe treffen, sind meist Anzüge und Krawatte Pflicht. Nicht aber beim Treffen des Vereins Gewerbe Regio Laufenburg. Dort sind kurze Hosen und sogar ein Sonnenhut angebracht. Denn die Kandidaten für die kommenden Stadtratswahlen präsentieren sich nicht bei einem gewöhnlichen Podium, sondern auf ein paar Festbänken vor der Waldhütte Laufenburg.

Nur schon der Weg zur Waldhütte Ebni wird zum Erlebnis. Zwar führen mehrere Wege wie nach Rom auf diesen Hügel. Nur ist nicht jede Strasse dort hoch erlaubt zu befahren. Wer es aber dennoch zur Hütte geschafft hat, wird später mit einer Bratwurst oder Cervelat belohnt. Zu einem bürgerlichen Anlass gehört auch eine gut bürgerliche Wurst auf dem Grill. Da macht es auch nichts, wenn ein paar Hemden später nach Rauch riechen.

Stadtammann Herbert Weiss (die Mitte).

Stadtammann Herbert Weiss (die Mitte).

Bild: Soraya Sägesser

Beim Anlass geht es zwar nicht um die Würste, aber um die Wurst bei den Stadtratswahlen. Denn am 28. September wählt Laufenburg einen neuen Stadtrat für die Amtsperiode 2026 bis 2029.

Mit Stadtammann Herbert Weiss (die Mitte), Vizeammann Christian Rüede (SVP) und Stadträtin Regina Erhard (die Mitte) stellen sich drei der fünf aktuellen Ratsmitglieder nicht mehr zur Verfügung. Dass Weiss und Erhard nach insgesamt gemeinsam über 20 Jahren Amtszeit nicht mehr kandidieren, war schon länger klar.

Graben zwischen Sulz und Laufenburg

Stadtrat René Leuenberger (FDP).

Stadtrat René Leuenberger (FDP).

Bild: Soraya Sägesser

Die Demission von Rüede auf Ende September kam für den Stadtrat jedoch überraschend. Bereits letztes Jahr gab es mit Rebecca Melton (parteilos) eine Demission. Für sie wurde René Leuenberger gewählt. Der FDP-Politiker will nun als Einziger Stadtammann werden.

«Dieses Mal haben wir so viele Kandidaten, dass wir eine richtige Wahl haben», sagt Lukas Weiss von der gleichnamigen Schreinerei in Sulz, der den Anlass organisiert hat. Insgesamt acht Männer wollen in den Stadtrat. Ihre Ambitionen und den Werdegang stellten die Männer vor der Waldhütte vor.

André Maier (FDP).

André Maier (FDP).

Bild: Soraya Sägesser

André Maier (FDP) möchte im Stadtrat bleiben. «Es wäre nicht schlecht, wenn ich als alter Hase bleibe», sagt er. Maier ist seit 2013 im Stadtrat. Für ihn ist die Kontinuität im Rat wichtig. Auch gebe es in Laufenburg noch einiges zu tun. Das sieht auch sein Parteikollege René Leuenberger so: «Wir haben noch einige Baustellen.» Zu diesen gehört etwa der imaginäre Graben zwischen Laufenburg und Sulz.

«Es ist den Ortsteilen klar, dass wir eins sind», sagt Leuenberger und fügt hinzu: «Aber wir müssen einen Schritt weiterkommen.» Das findet auch Stadtammann Herbert Weiss. «Wenn man Stadtrat ist, dann für die ganze Gemeinde.»

Ein Schwabe will bei Finanzen sparen

Adrian Hospenthal (parteilos).

Adrian Hospenthal (parteilos).

Bild: Soraya Sägesser

Adrian Hospenthal kandidiert als Parteiloser. «Ich kann nicht immer an der Gemeindeversammlung reklamieren, darum könnt ihr mich nun wählen», sagt er und lockert damit die Stimmung auf. Eugen Ege, der ebenfalls als Parteiloser kandidiert, witzelt gleich weiter. «Ich bin ein richtiger Schwabe. Und wer kann am besten mit dem Geld umgehen? Wir Schwaben.»

Eugen Ege (parteilos).

Eugen Ege (parteilos).

Bild: Soraya Sägesser

Auch Mitte- und Vizeammannkandidat John Warpelin ist kein gebürtiger Laufenburger, zügelte erst vor ein paar Jahren in die Stadt. «Wir haben die Stadt lieb gekriegt», sagt er und fügt hinzu: «Wenn es mir irgendwo gefällt, will ich etwas zurückgeben.» Diese Liebe zur Gemeinde ist auch dem amtierenden Gemeindeammann wichtig: «Es braucht nicht nur Zeit, sondern Herzblut.»

John Warpelin (die Mitte).

John Warpelin (die Mitte).

Bild: Soraya Sägesser

Was die Zeit angeht, gibt Christian Rüede, der noch bis Ende September Vizeammann ist, Einblick. «Diese 20 Prozent, die alle immer sagen, kann man eigentlich vergessen», sagt er. Bei ihm sei jeder Abend für die Stadt reserviert. Einen halben Tag pro Woche fix für das Amt zu reservieren, sei schwierig, findet auch Herbert Weiss. «Dieses Amt braucht viel Flexibilität», sagt er weiter.

Keine Frau unter den Kandidaten

Dieter Deiss (parteilos).

Dieter Deiss (parteilos).

Bild: Soraya Sägesser

Dieter Deiss, der als Parteiloser kandidiert, sagt: «Man muss der Verwaltung mehr auf die Finger schauen.» Für die Mitte kandidiert zudem Christian Winter. «Ich möchte gerne meine Erfahrungen in den Stadtrat bringen», sagt er.

Martin Steinacher (SVP).

Martin Steinacher (SVP).

Bild: Soraya Sägesser

Ähnlich klingt es bei Martin Steinacher (SVP), der Vizeammann werden will. «Als Stadtrat will ich mein Wissen weitergeben.»

Was im Feld der Kandidaten fehlt, ist eine Frau. «Es ist leider keine Frau da», sagt Regina Erhard, die momentan die einzige Frau im Stadtrat ist. Stand jetzt kandidiert weder eine Frau noch eine Person der linken Parteien.

Christian Winter (die Mitte).

Christian Winter (die Mitte).

Bild: Soraya Sägesser

Neben den Gewerbevertretern hören auch Dutzende Wespen den Kandidaten an diesem Abend zu. Erst als René Leuenberger eine Zigarre anzündet, kehrt Ruhe ins Gesumme ein. Doch die Gespräche zwischen den Politikern und den Vertretern dauern noch bis in die Nacht.

Volksfest mit Ausstellung in Etzgen 4'634 KB